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WordPress 5.0 mit dem Gutenberg-Editor

Gutenberg

Freitag, 28. Dezember 2018

WordPress ist seit Dezember 2018 in der Version 5.0 erhältlich und verwendet standardmäßig den neuen „Gutenberg“-Editor. Lob und Kritik halten sich die Waage, und man muss entscheiden, ob man Gutenberg verwenden will oder nicht.

Ich gehöre zu den WordPress-Anwendern, die HTML und CSS intensiv gelernt haben und es anwenden, ergänzt durch heruntergeladene und angepasste Codes, die PHP, Javascript und JQuery enthalten. Als gewerblicher Webdesigner habe ich Dutzende von Homepages für Kunden und für mich selbst mit WordPress erstellt, einige davon sind seit etlichen Jahren online.

Als ich mich vor etwa sechs Jahren einarbeitete, wusste ich wenig. Ich studierte Bücher zum Thema, verbesserte mich vor allem im CSS und fand heraus, dass es viel zu kompliziert ist, vorgefertigte Themes zu verwenden. Ich begann meine eigenen WordPress-Themes zu konstruieren. Bis heute tue ich nichts anderes, natürlich wesentlich erweitert durch grundsätzlich responsives Erscheinungsbild.

Es gab eine Zeit, damals, als ich für einmal auf dem aktuellen Stand war. Doch WordPress erhielt immer neue Funtionen, die fremden Themes wurde so komplex, dass ich sie nicht mehr verstand. Doch siehe da, meine immer wieder angepassten Themes funktionieren weiter und bieten alles, restlos alles, was meine Kunden und ich brauchen.

Basteln statt Code schreiben

Der Gutenberg-Editor ist ein Hilfsprogramm, mit dem man die Inhalte in Blöcken zusammenbastelt. Wenn ich es richtig verstehe, wird das Design also nicht mehr allein vom Theme bestimmt, sondern man kann in Contentbereich alles Mögliche einsetzen, verschieben und formatieren. Mir kommt das so vor wie „Word für Homepages“.

Nein. Ich mag das nicht. Der erste Versuch sah auch ganz dumm aus. Das neue Theme macht alles weiss, mit einer eigenartigen Schrift, und dann steht eben so Zeug untereinander. Es mag für Einsteiger und Code-Abstinenzler passen, und vielleicht bin ich altmodisch, aber ich finde es fast schon beruflich würdelos, alles über Bord zu werfen, was ich gelernt habe. Ausserdem scheint es ein halbes Studium zu erfordern, bis man ansehnliche Ergebnisse erzielt.

Nach dem ersten Eindruck einer Testinstallation, bei der ich Gutenberg eine Chance geben wollte, erschien mir das Arbeiten gleichzeitig doof und kompliziert. Hinzu kommt, dass das neue 2019er-Theme absolut leer und öde ist. Also soll man wieder ein fremdes Theme herunterladen oder kaufen, womit wir wieder am Anfang wären.

Fazit, etwas eilig

Nach einer Stunde habe ich kurzen Prozess gemacht und die ganze Installation liquidiert. Vielleicht sehe ich auch nur die Vorteile nicht, aber das macht nichts. Allerdings könnte sich das geschäftlich eines Tages zum Nachteil entwickeln, wenn jemand einen Betreuer für so eine Gutenbergseite suchen sollte.

Natürlich muss man in WordPress 5.0 nicht den Gutenberg verwenden. Man kann sich den „Classic Editor“ herunterladen, darauf wird man nach dem Update ausdrücklich hingewiesen. Damit bleibt alles beim Alten, und das tue ich nun für alle meine WordPress-Seiten.

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